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    Informationen zur Corona-Virus-Epidemie

    Das ist nicht das Ende des Gebets

    Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising:
    Schriftliche Fassung der Video-Botschaft zur Absage der öffentlichen Gottesdienste im Erzbistum München und Freising aufgrund der aktuellen
    Covid-19-Epidemie (13.03.2020)

    Liebe Mitchristen im Erzbistum München und Freising,
    liebe Brüder und Schwestern!

    Das war für mich eine schlimme Nachricht, als der Herr Generalvikar mir am Freitag sagte, dass der Krisenstab eindringlich darum bittet, dass wir im Erzbistum in dieser heiklen Lage die öffentlichen Gottesdienste nicht mehr anbieten.

    Auch andere Bistümer haben das schon vorgeschlagen und umgesetzt. Es ist eine schwierige Situation und ein Einschnitt in unser kirchliches Leben. Wir müssen Solidarität zeigen mit allen Menschen in unserer Gesellschaft. Wir sind alle miteinander verbunden und wir müssen gemeinsam alles tun, um das Ansteckungsrisiko zu vermindern, besonders für die Kranken, für die Alten, für die Schwachen.
    Alle Fachleute sagen, es muss jetzt etwas geschehen, und da sind wir auch gefordert. Das ist eine schwere Entscheidung, auch für mich und für viele andere, das weiß ich. Aber wir übernehmen hierin unsere Verantwortung für die ganze Gesellschaft.

    Die Kirchen bleiben natürlich zum Gebet geöffnet. Wir alle sind verbunden in der Gemeinschaft des Gebetes. Besonders beten wir für die Kranken und ihre Angehörigen. Wir beten für Pflegerinnen und Pfleger, für Ärztinnen und Ärzte.

    Es kommen noch viele Herausforderungen auf uns zu. Das spüren wir auch, wenn wir in andere Länder schauen. Aber es muss jetzt gehandelt werden in solidarischer Verbundenheit. Wir sind Teil dieser Gesellschaft und wollen unseren Beitrag leisten. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass sich so viele engagieren. Noch einmal bitte ich besonders die Gläubigen um Verständnis, dass wir uns dazu entschieden
    haben, die öffentlichen Gottesdienste einzustellen.

    Das ist nicht das Ende des Gebetes und in allen Notfällen wird Seelsorge weiter da sein und präsent sein. Aber es ist ein wichtiges Zeichen, um dieser Ansteckungsgefahr jetzt zu begegnen und auch unseren Beitrag zu leisten für eine gute Zukunft.

    Die Video-Botschaft finden Sie hier:
    https://www.erzbistum-muenchen.de/im-blick/coronavirus


    Für das persönliche Beten empfehle ich Ihnen gerne auch das Gebet, das Bischof
    Dr. Stephan Ackermann, Bischof von Trier, für diese Situation formuliert hat:

    Gebet in der Zeit der Corona-Pandemie [hier zum download]