St. Michael mit St. Georg   Katholische Gemeinde St. Michael mit St. Georg  
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Pfarrgemeinderat
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Kirchenverwaltung
Sachausschuss 6 - Liturgie

"Bei den liturgischen Feiern soll jeder, sei es Liturge oder Gläubiger, in der Ausübung seiner Aufgabe nur das und all das tun, was ihm aus der Natur der Sache und gemäß den liturgischen Regeln zukommt.
Auch die Ministranten, Lektoren, Kommentatoren und die Mitglieder der Kirchenchöre vollziehen einen wahrhaft liturgischen Dienst. Deswegen sollen sie ihre Aufgabe in aufrichtiger Frömmigkeit und in einer Ordnung erfüllen, wie sie einem solchen Dienst ziemt und wie sie das Volk Gottes mit Recht von ihnen verlangt" (SC 28,29, Zweites Vatikanisches Konzil, Konstitution über die heilige Liturgie).

Ziele
Der Sachausschuss Liturgie des Pfarrgemeinderates hat zum Ziel, dass alle, die in der Gemeinde Verantwortung für die Gottesdienste tragen, den ihnen zukommenden Beitrag einbringen können. Vom Sachausschuss Liturgie zu unterscheiden sind die Vorbereitungsgruppen für Kinder-, Jugend-, Familiengottesdienste usw.
Nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil ist die ganze Gemeinde Trägerin der Liturgie. Das findet seinen Ausdruck in den unterschiedlichen Diensten und Zuständigkeiten jener Personen, die haupt-, neben- oder ehrenamtlich in der Liturgie tätig werden. Ihr Zusammenwirken bedarf der Abstimmung und der Koordinierung.

Die Arbeit im Sachausschuss
Mitglieder des Sachausschusses Liturgie sind die hauptamtlichen Seelsorger (in St. Michael: Pfarrer, Kaplan, Diakon), der Kirchenmusiker sowie der Mesner. Daneben sind Vertreter der einzelnen Gruppen, die an der Gottesdienstgestaltung Anteil haben, Mitglieder des Sachausschusses, wie Lektoren und Kommunionhelfer, Chorleiter, Kantoren und Ministranten. Der Sprecher/die Sprecherin des Sachausschusses ist in der Regel Mitglied des Pfarrgemeinderates und stellt den Kontakt zwischen beiden Gremien dar. Neben dieser Anbindung an den Pfarrgemeinderat sollten die Mitglieder des Sachausschusses auch ein Ohr bei den Gemeindemitgliedern haben, um deren Anregungen und Kritik aufzunehmen und darüber zu beraten. Wir treffen uns 3 mal im Jahr zu ordentlichen Sitzungen, einmal zu einer außerordentlichen Sitzung (Fronleichnam) sowie bei Bedarf zu weiteren Terminen (Vorbereitung von Gottesdiensten etc.).

Inhalte

  • Besprechung der im Kirchenjahr anstehenden Gottesdienste; Rückblick, Reflexion
  • Koordinierung der Lektoren (Fortbildung etc.) und Kommunionhelfer
  • Vorbereitung bestimmter Gottesdienste (Bußgottesdienste, Messe zum Pfarrfest, Fronleichnam ...)
  • thematische Schwerpunkte in den Sitzungen (z.B. Ausbau der Krankenkommunion)

Kontakt
Wenden Sie sich bitte an: Annette Obermair, Wigbert Schmalkalt, Kontakt über das Pfarrbüro,
Tel.: 089 -630 21 4-0 oder Email: pfarrbuero@pfarrei-perlach.de

Die Lektoren und Kommunionhelfer

In der Pfarrei St. Michael verrichten zur Zeit 25 Lektoren und 14 Kommunionhelfer ihren Dienst in den Sonntagsgottesdiensten..Hier finden Sie den aktuellen Lektorenplan
In jedem Jahr wird für die Lektoren ein Wochenende angeboten, an dem sie sich intensiv mit einem biblischen Buch beschäftigen, denn die Grundlage jedes Vortragens eines biblischen Textes ist das Verstehen und Erfassen der Botschaft. So verbrachte ein Teil der Lektoren dieses Jahr im Mai ein Wochenende im Benediktinerinnenkloster auf der Fraueninsel im Chiemsee und behandelte das Buch Jesaja, in das die Theologen Susanne und Jörg Kornacker einführten.

Zudem findet jedes Jahr im Herbst eine Einführung in das nächste Lesejahr (A: Matthäus, B: Markus, C: Lukas) statt. Da die jeweiligen Referenten und Referentinnen individuelle Zugänge zu den drei Evangelisten finden, gibt es alle drei Jahre neue Einblicke. In der Fastenzeit versammeln sich schließlich alle Lektoren und Kommunionhelfer zu einer gemeinsam mit der Gemeinde gefeierten Messe um den Altar.

 

"Ich war krank und ihr habt mich besucht" (Mt 25,36)

Die Krankenkommunion - ein wichtiger Dienst am Menschen

Viele alte und kranke Menschen erfahren in der Begegnung mit anderen Menschen Trost und Zuspruch, Begleitung auf einem oft schweren Abschnitt ihres Lebensweges. In einem Gedicht von Friedrich Krützfeld kommt dies zum Ausdruck:

"Ein Lächeln kann Schmerzen lindern,
ein Wort kann von Sorge befrein,
ein Händedruck Schweres verhindern,
und Liebe und Glaube erneun."

In Krankheit und Leid fragen viele Menschen danach, warum sie dies ertragen müssen und richten diese Frage auch an Gott, oft verbunden mit der Empfindung der Gottesferne. Doch gerade der gläubige Mensch kann sich in seinem Leid besonders von Gott getragen wissen.
Jesus bekundet häufig seine Sorge um die Kranken, er "heilte alle Krankheiten und Leiden" (Mt 4,23). Besonders den Christen ist die Sorge um die Kranken Auftrag und Sendung. So sollen sich die Gemeindemitglieder ihrer kranken und alten Menschen annehmen.
Durch Besuche und gemeinsames Gebet soll den Kranken gezeigt werden, dass sie von der Gemeinschaft getragen sind. Vor allem die Spendung der Sakramente soll ihnen die Liebe Gottes nahe bringen, die Hoffnung aufrichten und den Glauben stärken. So kann der Priester die Krankensalbung im Falle einer ernsthaften Erkrankung spenden.

Besonders schwerwiegend wird es für Mitglieder der Gemeinde empfunden, wenn sie durch Alter und Krankheit nicht mehr die Messe besuchen können. Durch das Gebet für die Kranken soll in den Gemeindegottesdiensten an diese gedacht werden. Dieses Hineinnehmen in die Gemeinschaft kommt jedoch vor allem darin zum Ausdruck, dass der Leib Christi zu den Kranken gebracht wird. Dies hat schon eine lange Tradition und ist seit dem 2. Jahrhundert nach Christus bezeugt.
Neben Priestern und Diakonen können auch beauftragte Gemeindemitglieder, die Kommunionhelfer, diesen Dienst verrichten. Die Spendung der Kommunion soll in einen Wortgottesdienst eingebettet sein, gerne können andere Familienmitglieder daran teilnehmen. Um die Gemeinschaft mit der am Sonntag versammelten Gemeinde zum Ausdruck zu bringen, sollte die Krankenkommunion nach der Messe zu den alten und kranken Menschen gebracht werden. Grundsätzlich richtet sich der Zeitpunkt des Besuches und die Form der Feier nach der Verfassung des Kranken.
Es wäre falsch verstanden, wenn die Krankenkommunion nur als Stärkung auf dem letzten Weg von Schwerkranken verstanden wird. Sie stellt vielmehr das Mithineingenommensein in die Mitte der Gemeinde von allen Menschen dar, die kurz- oder langfristig nicht in der Lage sind, die Gottesdienste zu besuchen.
Es ist ein Anliegen der Gemeinde, alle alten und kranken Menschen zu ermuntern, sich im Pfarrbüro zu melden, damit ihnen die Krankenkommunion gebracht werden kann.

Kontakt
Wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro,
Tel.: 089 -630 21 4-0 oder Email: pfarrbuero@pfarrei-perlach.de

 

Erfahrungen eines Krankenkommunionspenders

Seit mehreren Jahren bin ich zum Spender der Krankenkommunion in unserer Pfarrei berufen. Ich übe diesen Dienst sehr gerne aus, da ich damit die Verbundenheit der Alten und Kranken mit unserer Pfarrei zeigen möchte. Es hat mich immer geschmerzt, wenn Kranke den Empfang der Krankenkommunion abgelehnt haben, die ich Ihnen über gemeinsame Bekannte angeboten habe. Den wahren Ablehnungsgrund habe ich nie erfahren. Dabei ist es meiner Meinung nach ebenso wichtig, sich um die Gesundung der Seele zu bemühen, wie man sich auch um die Gesundheit des Körpers bemüht. Ich glaube, dass viele Vorurteile gegen den Empfang der Krankenkommunion noch auszuräumen sind. Es ist wichtig, sich mit dem Gedanken daran schon vertraut zu machen, wenn man noch jung und gesund ist.

Als ich einmal eine ehemalige Kollegin am Krankenbett einer Sterbeklinik besucht habe, habe ich sie gefragt, ob sie schon ein Priester besucht habe. Sie antwortete: "Nein, ich will ja noch nicht sterben." Wenige Tage später ist sie gestorben. Dieses Beispiel zeigt die Einstellung vieler Menschen. Sie verbinden Krankenkommunion und Krankensalbung mit dem, wie sie glauben, kurz bevorstehenden Tod. Da sie nicht sterben wollen, schieben sie beides so weit wie möglich vor sich her.

Dabei übersehen sie die Chance, die die Krankenkommunion bietet. Christus hat bei seinen Heilungen immer die Einheit von Körper und Geist betont. Bevor er den Körper heilte, hat er dem Menschen die Sünden vergeben. Die Krankenkommunion kann eine neue, tiefere Bindung oder Beziehung zu Christus aufbauen, als sie vor der Krankheit bestanden hat. Ich habe schon viele Tränen bei der Krankenkommunionspendung erlebt. Viele Kranke haben den Sonntag immer wieder herbeigesehnt und haben sich auf den Empfang der Kommunion gefreut. Daher war es und ist es für mich wichtig, die Kommunion, so weit es mir möglich ist, jeden Sonntag im Rahmen einer kleinen Wortgottesdienstfeier zu spenden, damit auch in der Krankheit der Sonntag geheiligt wird.

Wigbert Schmalkalt